H0 Donautal
Die H0-Donautal Anlage ist die älteste der vier Vereinsanlagen. Sie entstand nachdem die Renovierungsarbeiten
an unserem Vereinseim beendet waren. Aufgebaut ist die Anlage auf zwei Ebenen. Die erste Ebene enthält den 11
gleisigen Schattenbahnhof, eine Kehre sowie den Wendel zur zweiten Ebene. Auf dieser zweiten Ebene befindet
sich der Bahnhof - der das eigentliche Kernstück der Anlage bildet - eine Paradestrecke und eine Kehre mit Überholgleisen.
Thematisch stellt die Anlage einen Abschnitt der Donautalbahn zwischen Tuttlingen und Sigmaringen dar, genauer
gesagt den Bahnhof "Hausen im Tal", mit einigen kleinen künstlerischen Freiheiten. So ist die im originalen
einspurige Strecke hier zweispurig ausgeführt, um einen interessanteren Zugbetrieb zu ermöglichen. Natürlich
wurde die Darstellung gestaucht, da eine so große Fläche unmöglich nachzubilden ist. Der ursprüngliche Gleisplan
des Bahnhofs wurde um ein Durchfahrgleis auf vier erweitert, und die zweigleisige Güterrampe und das Freiladegleis
vom Vorbild übernommen. Vor wenigen Jahren wurde der Bahnhof um eine Kalksteinumladestation erweitert, die
über eine Feldbahn mit einem Steinbruch verbunden ist. Die Paradestrecke führt nach Umrundung einer Felsnase
über eine Donaubrücke in die Kehre unter dem Steinbruch.
Eine Besonderheit dieser Anlage ist sicherlich ihr Hintergrund, welcher praktisch schon als Wandgemälde zu bezeichnen ist. Die Wände hinter der Anlage sind blau grundiert und dienen als Himmel. Darauf malte dann Barbara Kanert, die Frau eines Vereinsmitglieds, anhand von Fotos, die wunderschöne Landschaft des Donautals nach.
Wie gesagt, hier handelt es sich um unsere älteste Vereinsanlage, sie hat inzwischen mehr als 20 Jahre auf dem
Buckel. Über die Jahre hinweg wurde zwar immer wieder an ihr gebastelt, aber jetzt hat sie sich eine ordentliche
Aufarbeitung redlich verdient. Dies wird auch in den nächsten Jahren eines unseren großen Projekte, denn
wir haben einiges vor.
Das Schienenmaterial aus alten Roco-Gleisen bleibt erhalten. Sämtliche Antriebe werden durch Hoffmann-Antriebe
ersetzt. Die Signaleinrichtungen der Anlage werden in den kommenden Monaten bzw. Jahren an die Vorschriften
der DB angepasst. Die Lauer-Steuerungselemente und die beiden selbstgebauten Bedienpulte - welche bis jetzt
für den Analog Betrieb der Anlage erforderlich waren - werden durch eine neue DCC-Digital Steuerung ersetzt.
Die genaue Ausgestaltung der digitalen Steuerung steht noch nicht fest; sicher ist nur, dass es wieder zwei
Bedieneinheiten geben wird. Ob diese als PC oder Stellpult oder doch ganz anders ausgeführt werden, darüber
wird man sich in Zukunft noch einigen müssen. Fest steht lediglich, dass die Steuerung über eine Intellibox
von Uhlenbrock funktionieren soll. Die weiteren Digital-Komponenten werden aus dem Fundus von Datentechnik
Kreischer kommen.
Auch landschaftlich soll die Anlage wieder auf Vordermann gebracht werden. Die Orientierung an Epoche IV für
die Landschaft wird beibehalten, die Begrünung aber komplett aufgefrischt bzw. neu gestaltet, inklusive der
ca. 450 Bäume der Anlage. Ein weiterer Höhepunkt der überarbeiteten Landschaft werden die beiden neuen Wechselsegmente
sein. Die Teile auf denen heute der Steinbruch bzw. das Kloster stehen, sollen in Zukunft mit Segmenten mit
anderen Themen getauscht werden können. Damit können wir unsere Besucher jedes Jahr aufs Neue überraschen.
Als besonderes Schmankerl wird eine Tag/Nachtsimulation mit entsprechender Beleuchtung eingebaut um unsere
kleinen Schätze auch mal in das rechte Licht zu rücken.
Die Umbauarbeiten bringen auch einen kleinen Umbruch im Bereich der eingesetzten Triebfahrzeuge mit sich. Zwar werden die meisten der eingesetzten Modelle weiterhin aus den Beständen der Mitglieder kommen, aber die müssen nun für den digitalen Fahrbetrieb vorbereitet sein. In Zukunft sollen auch Besucher d.h. auch Nichtmitglieder Ihre digitalen Züge mitbringen und über die Donautal-Anlage fahren dürfen. Hierzu werden sog. Fahrtage eingerichtet.
Wie man sieht, wird dies ein Mammut-Projekt mit dem wir einige Zeit beschäftigt sein werden. Erwarten Sie also nicht bei ihrem nächsten Besuch alles fix und fertig zu sehen. Falls Sie das Gefühl haben das dauert alles zu lange, Helfer und Freunde (und neue Mitglieder) sind immer willkommen. Manche Mitglieder bellen zwar, aber gebissen hat noch keiner.
Gleisplan(*.tra) Gleisplan(*.pdf)
Letzte Aktualisierung: 07.09.2009